1156. Sitzung: Urban Gardening als Thema einer gastrosophischen Stadtgeographie

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Landwirtschaft und Ernährung

Prof. Dr. habil. Harald Lemke, Internationales Forum Gastrosophie

Urban Gardening als Thema einer gastrosophischen Stadtgeographie

14.01.2016

Ein neues Gespenst geht um: die kultivierte Liebe zum Gemüse, eine urbane Landlust in Gestalt des politischen Gärtnerns. Ausgerechnet Städter sind dabei, die Landwirtschaft und den Eigenanbau von lustigem Gemüse neu zu entdecken. Wissen die neuen Stadtwirte von der Rebellion der Landwirte in der so genannten Dritten Welt? Nach wie vor sind bäuerliche Kleinproduzenten, Landarbeiterinnen und ländliche Entwicklung kein beliebtes Thema der städtischen Öffentlichkeit. Das könnte sich in Zukunft ändern. Und zwar mithilfe der Präsenz der urbanen Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten. Denn die ›commonistische‹ Eigenproduktion
von nachhaltigen, biodiversen und demokratischen Lebensmitteln ist eine der politischsten Aktivitäten der Gegenkultur. Sie setzt inmitten des städtischen Lebens eine permanente Demonstration und Revolution für einen anderen Umgang mit Essen in Szene: Das ›Avant-Gardening‹ führt allen vor, wie leicht stadtgestaltende, polis-basierte Arbeit sein kann und wie einfach die Kultur eines ethisch guten Essens funktioniert.

Der Vortrag von Dr. Marit Rosol, Universität Frankfurt am Main, „Vom Lande in der Stadt: Urban Gardening“ muss leider entfallen. Wir freuen uns mit Harald Lemke einen lokalen Akteur für die Abendgestaltung gewonnen zu haben.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

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