1138. Sitzung: Die Zukunft der Arabellionen Analysen zum Arabischen Frühling und seinen Entwicklungsperspektiven in Libyen und Syrien

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Konfliktregionen im Nahen und Mittleren Osten

Prof. Dr. Andreas Dittmann, Universität Gießen

Die Zukunft der Arabellionen Analysen zum Arabischen Frühling und seinen Entwicklungsperspektiven in Libyen und Syrien

 

Die Revolutionen in der arabischen Welt haben nur auf den ersten Blick viele Gemeinsamkeiten. Tatsächlich ist nur ihre weitgehende Gleichzeitigkeit verbindend, während sich die strukturellen Ursachen und Hintergründe ganz unterschiedlich darstellen. Die Arabellionen in Libyen und Syrien veranschaulichen dies besonders deutlich. Während das Gefühl der Unfreiheit die einen auf die Straße gehen ließ, trieb die anderen materielle Not und eine weitgehende Perspektivlosigkeit für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

Der Vortrag behandelt auch die ambivalente Rolle „des Westens“, der in Libyen vorgab, für die Revolutionäre mit zu bomben, dem es aber an einem nachrevolutionären Konzept fehlt und dem es vielleicht sogar ohnehin in erster Linie ums Öl geht. Letzteres könnte auch der Grund dafür sein, warum man sich in Syrien heuchlerisch nur humanitär bewegt gibt, tatsächlich aber wohl (fast) alle Externen daran interessiert sind, dass in Syrien alles so bleibt, wie es ist.

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