10. Hamburger Symposium Geographie – Weltmeere im Wandel

10. Hamburger Symposium Geographie – Weltmeere im Wandel

Das Institut für Geographie der Universität Hamburg veranstaltet in diesem Jahr das 10. Hamburger Symposium Geographie in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, der Geographischen Gesellschaft in Hamburg e.V. und dem Verband Deutscher Schulgeographen Hamburg e.V.

Das Symposium präsentiert die unterschiedlichen Aspekte und Perspektiven geographischer Themenvielfalt und hat zum Ziel, Hamburger Lehrerinnen und Lehrern einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu verschaffen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Bildung zu fördern und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vorzustellen. In diesem Jahr steht der Wandel der Weltmeere im Fokus. Die Ökonomisierung der Weltmeere trägt in erheblichem Maße dazu bei, und die Nutzung der Ozeane als Energie- und Rohstofflieferant, als Nahrungsquelle, als Seestraßen und Transportwege wächst stetig. Dabei vollzieht sich in den Weltmeeren jenseits aller Klimadiskussionen wenig beachtet ein dramatischer Wandel.

Gäste sind herzlich willkommen, um Anmeldung wird gebeten: heike.wohlert@uni-hamburg.de

Den Flyer zum Symposium finden Sie hier.

1168. Sitzung: Wohnungsbauoffensive versus Antigentrifizierungspolitik Bezahlbare Mieten: Hamburger und Berliner Wohnungspolitik im Vergleich

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Hamburg und Norddeutschland

Christoph Twickel, Journalist und Buchautor, Hamburg

Wohnungsbauoffensive versus Antigentrifizierungspolitik Bezahlbare Mieten: Hamburger und Berliner Wohnungspolitik im Vergleich

 
01.02.2018

Zwei Stadtstaaten, die mit der Gentrifizierung kämpfen: Auch wenn die historischen, sozialen und wohnungsbaupolitischen Kontexte sehr unterschiedlich sind – die Hamburger und die Berliner Stadtregierung stehen vor ähnlichen Herausforderungen, was die Lage für Wohnungssuchende angeht: eine wachsende Stadt, ein boomender, wenn nicht gar überhitzter Immobilienmarkt, der für einen wachsende Teil der Bevölkerung nicht mehr bezahlbar ist. Wie gehen der rotgrüne Hamburger Senat und die rotrotgrüne Berliner Stadtregierung damit um? Während das Hamburger Konzept auf die Initiative der privaten Wohnungswirtschaft setzt, auf Verdichtung und milde Auflagen (Stichwort Drittelmix) agiert die Berliner Politik deutlich radikaler und eingriffsfreudiger: Rotrotgrün in Berlin setzt auf eine staatlich dirigierte Wohnungspolitik, man will mit einer „einkommensorientierten Richtsatzmiete“ die Wohnungskosten dämpfen und bringt ausgiebig das städtische Vorkaufsrecht in Anschlag, um die Spekulation einzudämmen. Was funktioniert besser: das Hamburger oder das Berliner Modell?

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1167. Sitzung: Der Hamburger Pflanzenatlas und die Flora der Großstadt Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Hamburg und Norddeutschland

Dr. Hans-Helmut Poppendieck, Universität Hamburg

Der Hamburger Pflanzenatlas und die Flora der Großstadt Hamburg

 
18.01.2018

Der Hamburger Pflanzenatlas bietet eine umfassende Übersicht über die Hamburger Pflanzenwelt. Die Datengrundlage von über 800.000 Datensätzen wurde überwiegend ehrenamtlich erarbeitet, und zwar im Rahmen der vom Botanischen Verein zu Hamburg seit 1995 durchgeführten floristischen Kartierung. Schwerpunkte des Vortrages bilden die Entwicklung des Artenkatasters, die Auswertungsmöglichkeiten der Datenbasis für unterschiedliche Fragestellungen, der Florenwandel im Rahmen der Geschichte der Großstadt, Seltenheit und Gefährdung der Hamburger Flora sowie aktuelle Vorhaben zur Weiterführung des botanischen Erfassung Hamburgs.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1166. Sitzung: „Homeless City Hamburg“: visuell-geographische Perspektiven obdach- und wohnungsloser Menschen auf die Stadt

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Hamburg und Norddeutschland

Katharina Schmidt, M.Sc., Universität Hamburg

„Homeless City Hamburg“: visuell-geographische Perspektiven obdach- und wohnungsloser Menschen auf die Stadt

 
07.12.2017

Das „Phänomen“ der Obdach- und Wohnungslosigkeit (OL&WL) in Großstädten ist weltweit verbreitet und wird spätestens seit den 1990er Jahre versucht, sozial- und stadtgeographisch unter dem Schlagwort „geographies of homelessness“ zu fassen. Homeless Cities werden darin als Ergebnis komplexer Geographien der Obdach- und Wohnungslosigkeit verstanden und sind dabei viel mehr als nur Verortungen von Hilfsstrukturen, Ergebnisse „spezieller“ Raumnutzungsstrategien oder Mechanismen sozialer Kontrolle in städtischen Räumen. Gerade visuelle Ansätze bieten sich an, Zugänge zu den Homeless Cities nicht nur zu eröffnen, sondern auch diverse Verschränkungen der Zusammenhänge im Alltag der Städte zu verdeutlichen und offenzulegen. Im Vortrag werden einige dieser Verschränkungen durch das Zusammenspiel zwischen Bild und Text anhand von fotografischen Perspektiven von ol&wl-Menschen auf die Stadt Hamburg aufgegriffen und diskutiert.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1165. Sitzung: Stürme und Sturmfluten in Norddeutschland

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Hamburg und Norddeutschland

Prof. Dr. Hans von Storch, Universität Hamburg

Stürme und Sturmfluten in Norddeutschland

 
23.11.2017

Sturmfluten werden zunächst als globales Phänomen beschrieben, das an vielen Küsten der Welt bekannt und gefürchtet wird. Grundsätzlich unterscheiden sich dabei die Situationen in den Tropen, wo relativ kleinere aber dafür intensivere tropische Zyklonen Sturmfluten bewirken, und in mittleren Breiten, wo große „barokline“ Stürme wirken. Illustriert wird dies durch kurze Rückschau auf zwei Fälle ‐ die Nargis‐Sturmflut in Myanmar in 2008 und die Weihnachtsflut in der Deutschen Bucht 1717. Für die Deutsche Nord- und Ostseeküste werden der gegenwärtige Wandel des Sturmflutrisikos und dessen mögliche zukünftige Änderungen als Folge des menschgemachten Klimawandels dargestellt. Abschließend wird die Frage angesprochen, wie mit diesen Perspektiven umgegangen werden kann.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1164. Sitzung: Hamburg als Tourismusdestination

Im Rahmen der Vortragsreihe:
Hamburg und Norddeutschland

Sascha Albertsen, Hamburg Tourismus GmbH

Hamburg als Tourismusdestination

 
09.11.2017

Der Tourismus in Hamburg wächst seit dem Start der Musicals Mitte der 80er Jahre stetig. Zwischen 2006 und 2016 stieg die Zahl der Übernachtungen um 85,8%. Im Jahr 2016 verbrachten 6,6 Millionen Gäste 13,3 Millionen Nächte in der Hansestadt. Die Hamburg Tourismus GmbH (HHT) versteht sich als Dienstleister für den Tourismussektor. Die enge Vernetzung zwischen dem innerstädtischen Gewerbe und den Außenkontakten (Reiseveranstaltern, Medien etc.) ist die Hauptaufgabe des Destinationsmarketings für Hamburg. Dabei spielt eine zielmarktdifferenzierte,themenorientierte Marketingstrategie eine herausragende Rolle. Das Augenmerk gilt dabei sowohl den imageprägenden Elementen der Stadt als auch der Bewerbung und Vermarktung von konkreten Reiseanlässen.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1163. Sitzung: Herausforderung Klimawandel

Im Rahmen der Vortragsreihe:
„RaumZukünfte“

Prof. Dr. Mojib Latif, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Herausforderung Klimawandel

 
02.02.2017

Seit Beginn der Industrialisierung ist die globale Durchschnittstemperatur der Erde um etwa ein Grad Celsius angestiegen. Für Deutschland liegt der Temperaturanstieg bei etwa 1,4 Grad. 2015 war das bislang wärmste Jahr, 2016 könnte noch wärmer werden. Selbstverständlich gibt es natürliche Schwankungen, der langfristige Trend weist jedoch klar nach oben. Wir Menschen sind die Hauptverantwortlichen für die Erwärmung des Planeten – und der damit angestoßene Klimawandel birgt große, schwer abschätzbare Risiken. Der Hauptgrund für die Erderwärmung liegt im Ausstoß von Treibhausgasen, allen voran CO2, das in erster Linie durch die Verfeuerung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) zur Energiegewinnung entsteht.
Weltweit erhöht sich die Zahl extremer Hitzetage, auch in Deutschland. Betrachtet man alle Landregionen zusammen, ergeben sich weitere Trends. Es häufen sich Starkniederschläge, Hochwasser und Dürren. Die Eispanzer Grönlands und der Westantarktis und fast alle Gebirgsgletscher schmelzen und lassen die Meeresspiegel immer schneller steigen. Die Ozeane erwärmen sich. Und die Meere werden saurer, weil sich derzeit ein Viertel des vom Menschen ausgestoßenen CO2 im Meerwasser löst. Beides bedroht das Leben in den Weltmeeren und damit auch eine unserer zentralen Ernährungsgrundlagen.
Weil CO2 sehr lange in der Atmosphäre verbleibt, ist es unerheblich, wo genau es dorthin gelangt. Alle Staaten sitzen im selben Boot. Noch haben wir es in der Hand, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Selbst dann würden eine Reihe von kleinen Inselstaaten untergehen und die meisten tropischen Korallen sterben. Couragiertes und schnelles Handeln auf der weltpolitischen Ebene ist geboten. Alle Staaten müssen über ihren eigenen Schatten springen. Die Zeit für Tricksereien und Wortakrobatik ist abgelaufen.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1162. Sitzung: Visionen für die Zukunft: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihre Bedeutung für die internationale Zusammenarbeit

Im Rahmen der Vortragsreihe:
„RaumZukünfte“

Dr. Christoph Beier, GIZ

Visionen für die Zukunft: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihre Bedeutung für die internationale Zusammenarbeit

 
19.01.2017

Mit der Agenda 2030 wurde ein ehrgeiziges Rahmenwerk verabschiedet, das mit seinen 17 Nachhaltigkeitszielen eine globale Transformation einfordert. Die Agenda hat einen universellen Anspruch und nimmt alle Länder – mit unterschiedlichen Beiträgen – in die Verantwortung. So setzt Deutschland die Ziele auch im Inland um und zählt im internationalen Vergleich in vielen Bereichen zu den Vorreitern. Allerdings bestehen auch in Deutschland Herausforderungen, zum Beispiel bei den Themen Gleichberechtigung der Geschlechter, Biodiversitätsschutz oder bei der Energiewende. Im Bereich nachhaltige Mobilität kämpft Deutschland gegen steigenden CO2-Ausstoß im Straßenverkehr. Der Nahverkehr muss im Sinne von „Mobilität für alle“ weiter ausgebaut werden.
Das neue Zielsystem ist außerdem auf die Vereinbarkeit von Entwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit ausgerichtet und führt somit zwei ehemals getrennte VN-Prozesse (MDGs und Rio plus) zu einer integrierten Agenda zusammen. Die Agenda fordert überdies eine neue globale Partnerschaft ein, die alle relevanten Akteure zur Zielerreichung einbindet. So soll ein Paradigmenwechsel bewirkt werde, indem traditionelle Sichtweisen wie klassische Nord-Süd- oder Geber-Nehmer-Denkmuster aufgebrochen und gemeinsame Ziele für die Reduzierung von Armut, die Schaffung wirtschaftlicher, politischer und sozialer Perspektiven und für die Transformation der Volkswirtschaften weltweit hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise festgelegt werden.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1161. Sitzung: Sicherheit 2030. Was wird entscheidend sein?

Im Rahmen der Vortragsreihe:
„RaumZukünfte“

Prof. Dr. Michael Brzoska, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

Sicherheit 2030. Was wird entscheidend sein?

 
08.12.2016

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Die europäische Sicherheitsordnung ist nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine in der Krise. Die Anzahl der bewaffneten Konflikte nimmt zu, wobei sich militärisch Großmächte in zunehmendem Maße einmischen. Der Nahe Osten ist von Konflikten zerrüttet, mit Auswirkungen auch nach Europa. Islamistisch-motivierter Terrorismus erschüttert auch Europa. Werden sich diese Trends bis 2030 fortsetzen? Welche Faktoren beeinflussen das globale Gewaltgeschehen der Zukunft? Im Vortrag wird die Entwicklung bewaffneter Konflikte und des Terrorismus in der jüngeren Vergangenheit beschrieben. Darauf baut eine Analyse der Faktoren auf, die die Sicherheitsrisiken der nächsten Jahre entscheidend beeinflussen können. Besonderes Gewicht wird dabei einer globalen Perspektive auf unterschiedliche Politikmaßnahmen gelegt, mit denen Sicherheitsrisiken abgebaut werden können.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.

1160. Sitzung: Brauchen wir ein neues UN-Jahr des Boden oder gar ein Welt-Bodentag bis zum Jahr 2050?

Im Rahmen der Vortragsreihe:
„RaumZukünfte“

Prof. Dr. Eva-Maria Pfeiffer, Universität Hamburg

Brauchen wir ein neues UN-Jahr des Boden oder gar ein Welt-Bodentag bis zum Jahr 2050?

 
24.11.2016

Der bodenkundliche Vortrag zum Wert und weltweiten Verlust fruchtbarer Böden soll ein Diskussionsbeitrag zur Ringvorlesung der Geographischen Gesellschaft in Hamburg zum Thema „Welt im Jahr 2050“ sein. Er behandelt Fragen zum „Warum gibt es Boden-Jahre?“ (Internationales UN Jahr des Bodens, Boden des Jahres der DBG etc.), „Was macht Boden so wertvoll?“, „Welche Degradation erleiden Böden?“, „Was bedeutete der Verlust an fruchtbaren Boden?“ und schließlich „Was können wir tun?“. Schön wäre eine Diskussion mit den Teilnehmern dieser Ringvorlesung in Sachen „Erhalt unserer fruchtbaren Böden“ als wichtige Lebensgrundlage und zur Stärkung unseres Bodenbewusstseins.

Ort Geomatikum, Hörsaal 1, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.
Zeit 18 Uhr bis 19.00, bzw. 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!
Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr.