Hans Georg Berger (Berlin): „Im innersten Herz des schiitischen Islam. Zu einem fotografischen Projekt in den hauzas von Qom, Isfahan und Maschhad“

„Nie zuvor hat sich ein westlicher Fotograf so ausführlich mit dem Leben in den religiösen Hochschulen des schiitischen Islam in Iran befasst. Als es Hans Georg Berger zwischen 2000 und 2005 gelang, in die Abgeschiedenheit der Zentren für das Studium von Religion und Wissenschaft in Qom, Isfahan und Maschhad vorzudringen, um dort das Vertrauen der Lehrer und Schüler zu gewinnen und zu fotografieren, war das für beide Seiten eine wichtige und neue Erfahrung. Die Vielfalt der Positionen innerhalb der schiitischen Lehre wird dabei ebenso anschaulich, wie die Orte und Riten sowie der Dialog zwischen den Geistlichen als konstitutives Element. Entstanden ist darüber hinaus eine Galerie von Porträts, die deutlich macht, dass bei unverstellter und vorurteilsfreier Sicht aufeinander die kulturellen Hürden weit weniger gravierend sind, als persönliche Sympathien und Antipathien. Die Fotografien Bergers geben einen einzigartigen Einblick in innerste Welten des schiitischen Islam und sind wesentliche fotografische Projekte einer Beschäftigung mit dem Anderen.“
(Boris von Brauchitsch, 2017)
Der Vortrag von Hans Georg Berger begleitet eine Ausstellung seiner Fotografien, die noch bis zum 14. Juli 2018 in Berlin zu sehen ist („Einsicht“, in der Bumiller Collection, www.the-bumiller-collection.com) und die zuvor als deutsch-iranisches Kulturprojekt in Teheran, Qom, Maschhad und Isfahan zu sehen war. Ein die Ausstellung begleitender Katalog kann erworben werden.
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Wann: 13. Juli 2018, 19 Uhr

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Wo: Ostflügel des Hauptgebäudes der Universität Hamburg

(Edmund Siemers-Allee 1) im Großen Hörsaal, Raum 221
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Save the Date: 14. Öffentliche Dialogveranstaltung der Stadtwerkstatt Hamburg | Neues Wohnen in Hamburg – Gut und bezahlbar Wohnungen bauen: Wie kann das gelingen?

Neues Wohnen in Hamburg – Gut und bezahlbar Wohnungen bauen: Wie kann das gelingen?

14. Öffentliche Dialogveranstaltung der Stadtwerkstatt Hamburg

 

Der Trend konstanter Zuwanderung in die großen Metropolen ist ungebrochen und auch Hamburg wächst jedes Jahr um rund 10.000 Einwohner. Der entscheidende Weg, um den Wohnungsmarkt in dieser Situation zu entlasten, ist der Neubau von Wohnungen. Deswegen hat Hamburg seit Beginn des Wohnungsbauprogramms knapp 70.000 neue Wohnungen auf den Weg gebracht.

Die große Herausforderung ist es dabei, auch genügend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dies geschieht in Hamburg zum einen durch den Bau von Sozialwohnungen, von denen pro Kopf weit mehr als im Bundesdurchschnitt entstehen.

Zum anderen sind aber vor allem aber hohe Baukosten ursächlich für hohe Mieten und Kaufpreise. Um das Bauen einfacher, schneller und kostengünstiger zu machen, werden vielfältige Anstrengungen unternommen: Innovationen im Planungsrecht, Digitalisierung von Prozessen, Vereinfachung von Vorschriften, Weiterentwicklung von Förderprogrammen zählen dazu.

Eine ganz wesentliche Rolle spielen aber auch innovative Techniken im Bau und in der Planung. Es wird neu über seriellen Wohnungsbau nachgedacht, Typenhäuser werden entwickelt, die durch einen hohen Vorfertigungsgrad schnell und kostengünstig errichtet werden können, aber auch das Bauen mit Holz verbreitet sich im Geschosswohnungsbau. Wie aber kann man schnell und kostengünstig bauen und dabei gleichzeitig die Qualität in der Architektur und im Städtebau sichern?

Auf der Stadtwerkstatt am 27. November werden beispielhafte Projekte und Methoden aus anderen Städten vorgestellt. Im Anschluss wollen wir mit Vertreterinnen und Vertretern aus Planung, Politik und Wohnungswirtschaft – und vor allem mit Ihnen – über die Möglichkeiten und Bedingungen für kostengünstiges Bauen in Hamburg sprechen.

WANN Mittwoch, den 29. November 2017 | 18.00 – 21. 00 Uhr, offener Ausklang
WO Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20 | S-Bahn Wilhelmsburg, Bus 13, Haltestelle Rathaus Wilhelmsburg

Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig.

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Die India Week Hamburg 2017 kommt!

Die India Week Hamburg 2017 kommt!

Vom 6. bis zum 12. November findet zum siebten Mal die India Week Hamburg statt.

 

In den vergangenen Jahren hat sich die India Week Hamburg zu einer beliebten Veranstaltungsreihe entwickelt, die mit jedem Mal mehr Besucherinnen und Besucher anzieht. Das diesjährige Programm umfasst eine Mischung aus kulturellen, wirtschaftlichen und soziopolitischen Themen, die Gegenstand von rund 80 Veranstaltungen in ganz Hamburg sind.
 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die India Week ermöglicht ein Eintauchen in die vielfältige und lebendige indische Kultur. Das bereichert und stärkt den interkulturellen Dialog. Die vielen Kooperationen zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus Indien und aus Hamburg, die zur India Week gemeinsam Projekte erarbeiten, sind kreative Zeugnisse gelebter Partnerschaften. Daraus entstehen wichtige Kontakte für den kulturellen Austausch, der das gegenseitige Verständnis noch weiter wachsen lässt.“

Wolfgang Schmidt, Bevollmächtigter beim Bund, bei der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten und Staatsrat: „Mit der Themenvielfalt und den diversen Veranstaltungsformaten zielt die India Week Hamburg auf ein gegenseitiges Verständnis und einen ergebnisreichen und nachhaltigen Austausch unserer beiden Kulturen ab – einen Austausch, der uns noch näher zusammen bringt und sichtbare Investitionen in eine gemeinsame Zukunft verspricht.“

Madan Lal Raigar, Indischer Generalkonsul in Hamburg: “Indien und Hamburg teilen ihre Prioritätensetzung in den Bereichen erneuerbare Energien, bei der Förderung und Entwicklung von Qualifikationen, Bildung, Digitalisierung und digitale Wirtschaft, nachhaltige Entwicklung, Emanzipation von Frauen und Jugendlichen, und in vielen weiteren Bereichen. Wir laden Sie herzlich ein, diese enge Zusammenarbeit mit uns zu feiern und Teil der India Week Hamburg 2017 zu werden.“

Eine Vielfalt an Ausstellungen, Theaterstücken, Filmen, musikalischen und tänzerischen Darbietungen und kulinarischen Workshops bildet den kulturellen Teil der diesjährigen India Week Hamburg. Zugleich gibt es ein anregendes Programm an Vorträgen, Diskussionen und Seminaren im wirtschaftlichen und politischen Themenbereich der Veranstaltungsreihe. So werden beispielsweise Themen wie die indische Waren- und Dienstleistungssteuer (GTS) sowie Digitalisierung und Start-Ups behandelt. Während „empowerment“ und die Neufindung zwischen Traditionen und Moderne Schlagwörter der India Week Hamburg 2017 sind, sollen auch politische Diskussionen über die Ergebnisse des G20-Gipfeltreffens oder die indodeutschen zwischenstaatlichen Beziehungen Interesse wecken. Nicht zuletzt werden die Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich körperlich in Tanz- und Yoga-Workshops sowie bei Cricket- und Fußballturnieren auszuprobieren.

Die India Week Hamburg 2017 wird am 6. November im Hamburger Rathaus durch den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und die Botschafterin von Indien Mukta Dutta Tomar eröffnet. Die India Week Hamburg wird unter der Federführung der Senatskanzlei gemeinsam mit der Kulturbehörde Hamburg, dem German-Indian Round Table, der Handelskammer Hamburg, der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, der Hamburg Repräsentanz Mumbai und dem Generalkonsulat der Republik Indien organisiert.

Sponsoren der diesjährigen India Week Hamburg 2017 sind: Air India, Hamburg Süd, Helm, Jungheinrich, KPMG, SKP und Zee. Medienpartner ist die medienakademie.
 
Weitere Informationen rund um das Event finden Sie hier: http://indiaweek.hamburg.de/
Das aktuelle Programm können Sie hier herunterladen: Programm_India_Week_Hamburg_2017

 
WO Verschiedene Ausstellungsorte in Hamburg (siehe Programm)
WANN 6.11.2017 bis 12.11.2017
 

 
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EINLADUNG: „Haus der Erde“ wächst weiter

EINLADUNG: „Haus der Erde“ wächst weiter

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Universitätspräsident Dieter Lenzen feiern Richtfest des Neubaus am Geomatikum

 

Auf rund 22.000 Quadratmetern soll sich im „Haus der Erde“ auf dem Campus an der Bundesstraße ab Ende 2019 alles um unsere Erde drehen: ihr Klima, ihre Klimaveränderungen und deren mögliche gesellschaftliche Folgen. Mitten in der Stadt werden hier künftig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg unter anderem aus den Bereichen Meteorologie, Geologie, Bodenkunde, Meereskunde sowie Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft forschen und lehren, insbesondere diejenigen, die am Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ (CliSAP) sowie dem Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) beteiligt sind. In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem das Deutsche Klimarechenzentrum und das Max-Planck-Institut für Meteorologie.
 
 
WO Baustelle Ecke Schröderstiftsweg / Laufgraben
WANN Donnerstag, 21. September 2017 | 11:00 Uhr
 
 
Das Richtfest vom „Haus der Erde“ ist ein weiterer Meilenstein hin zum zentralen Standort für die Forschung rund um die Themen Klima, Meere und Erde an der Bundesstraße. Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, eröffnen das Richtfest mit Grußworten.
 
Rolf Schuster, Baudezernent Bezirksamt Eimsbüttel und Prof. Dr. Heinrich Graener, Dekan der MIN Fakultät der Universität Hamburg geben einen Einblick, was der Neubau für den Bezirk bzw. die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer bedeutet. Ewald Rowohlt, Geschäftsführer GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH, informiert über den aktuellen Stand des Bauvorhabens.
 
Im Anschluss an das Hissen der Richtkrone und den Richtschmaus haben Pressevertreterinnen und Pressevertreter die Möglichkeit an einem Baustellenrundgang in Begleitung der Baustellenleitung teilzunehmen.
 
 
Rückfragen der Medien
Julia Offen, Pressesprecherin
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Telefon: (040) 428 63 – 2322, E-Mail: julia.offen@bwfg.hamburg.de

Ein neuer Stadtteil für Hamburg

Ein neuer Stadtteil für Hamburg

Platz für rund 3.000 Wohnungen und 16.000 Arbeitsplätze

 

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, und der scheidende Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter haben heute (12. September 2017) in der HafenCity Universität die Pläne für einen neuen Stadtteil vorgestellt. Dieser soll gegenüber der östlichen HafenCity entstehen, die Brücke nach Süden auf die Elbinseln schlagen und gleichzeitig den Stadtteil Veddel stärker einbetten. Geplant sind Wohnungen für etwa 6.000 Bewohner – junge Familien und Menschen jeglichen Alters und unterschiedlicher Herkunft – sowie 16.000 Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, eine Grundschule und Kitas.
 
Der neue Stadtteil wird neben Wohnungen auch Raum für neue Büros, Gewerbegebäude, Forschungsstätten und Labore bieten. Auch Bestandsgebäude sollen dafür genutzt werden. Insgesamt entsteht auf einer Fläche von etwa 46 Hektar mit rund 880.000 Quadratmeter oberirdische Bruttogeschossfläche ein Stadtentwicklungsvorhaben, das die Dimension eines guten Drittels der HafenCity haben wird. Es werden mehrere Kilometer öffentlich zugängliche, direkt am Wasser gelegene Bereiche geschaffen – kombiniert mit attraktiven Grünanlagen und hochwertigen öffentlichen Stadträumen. Geplant ist ein gemischter Stadtteil, wie ihn eine lebendige Metropole braucht. Ein Ort, in dem sich Altes und Neues verbinden kann, mit einer sinnvollen Abstufung zwischen Wohnen, Arbeiten und Hafennutzung.
 
Hamburg hat für dieses Areal im Rahmen der Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele unter Beteiligung erstklassiger Städteplaner und Architekten und unter großer internationaler Beachtung detaillierte Pläne für einen neuen Wohn- und Bürostandort vorgelegt. Sehr viele technische Aspekte des Vorhabens sind dabei schon untersucht worden und können jetzt als Erbe der Bewerbung für die weitere Entwicklung der Stadt genutzt werden.
 
Der Stadtteil Grasbrook wird voraussichtlich drei Quartiere umfassen: das Quartier Moldauhafen für Wohnbebauung in doppelter Wasserlage zwischen Elbe und Moldauhafen, das gemischt-genutzte Freihafenelbquartier, sowie das Hafentorquartier, das den Saalehafen einfasst und den Südraum des Moldauhafens bildet und ausschließlich vielfältigen, gewerblichen Nutzungen mit einer Mischung von neuen und alten Gebäuden vorbehalten ist. Hier können schrittweise Einzelvorhaben entstehen, unabhängig von Lärmschutzfragen, weil die Bauten in diesem Bereich ausschließlich gewerbliche Nutzungen umfassen. Dieses Quartier bildet zugleich den Übergang zu den Hafennutzungen, die weiterhin die größte Fläche des Kleinen Grasbrooks (53 Hektar) einnehmen.
 
Die Stadtquartiere lassen sich räumlich nicht aus einer Richtung entwickeln; es wird bereits in der ersten Phase einen Schwerpunkt im Quartier Moldauhafen geben und Einzelentwicklungen in den anderen Quartieren. Die leistungsfähige Anbindung an die U- und S-Bahnstation Elbbrücken wird zunächst durch Busse gelöst, die das Gebiet auch in der Anfangsphase gut erreichbar machen. Die U-Bahntrasse in Richtung Süden bleibt frei. Der spätere Bau einer U-Bahn wird planerisch und vertraglich gesichert.
 
Damit mit den konkreten Planungen begonnen werden kann, wurden verschiedene Vereinbarungen getroffen: Die Tschechische Republik und die Freie und Hansestadt Hamburg haben sich im Juni 2017 in Prag darauf verständigt, innerhalb der nächsten fünf Jahre die derzeit von der Tschechischen Republik gemietete Fläche im Bereich des Moldau- und Saalehafens mit einer im Bereich des Kuhwerder Hafens liegenden Fläche zu tauschen. Die Tschechische Republik wird in die neue Fläche investieren. Die für den Flächenaustausch zu klärenden Fragen werden in einer internationalen Arbeitsgruppe behandelt werden.
 
Der Unternehmensverband Hafen Hamburg, der Industrieverband Hamburg und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation haben am 1. August 2017 einen Letter of Intent zur Nutzung der Flächen des Überseezentrums und der angrenzenden Flächen unterzeichnet. Die Fläche des Überseezentrums wird künftig in eine gemischte Nutzung für Wohnen und Arbeiten umgewidmet. Die angrenzenden Flächen auf dem Kleinen Grasbrook und auch der heutige tschechische Hafen bleiben im Hafengebiet, können aber für Forschung, Entwicklung, Büros und Produktion genutzt werden. Auf dem Kleinen Grasbrook findet also auch künftig hafenwirtschaftliche Nutzung statt, der Mietvertrag mit Unikai wird verlängert. Die ansässigen Unternehmen erhalten eine Standortperspektive und werden bei etwaigen Verlagerungen wirtschaftlich abgesichert. Es wird durch die bauliche Gestaltung und Nutzung eine Art Schutzriegel zwischen Wohnbebauung und der Hafennutzung geschoben werden.
 
Für den neuen Stadtteil Grasbrook gilt – wie bei allen größeren Wohnungsbauvorhaben üblich – dass ein Drittel der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Für alle Gebäude werden außerdem hohe Umweltstandards, in Anlehnung an die östliche HafenCity, gelten. Dazu gehören beispielsweise die Anforderung einer solaren Energieerzeugung auf oder an den Gebäuden und hohe E-Mobilitätsstandards. So werden 40 Prozent der Stellplätze in Wohngebäuden mit E-Ladesäulen ausgestattet werden, der Carsharing-Anteil für wohnungsbezogene Stellplätze soll bei 30 Prozent liegen.
 
Verantwortlich für die Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook wird die stadteigene HafenCity Hamburg GmbH sein. Alle planerischen Kompetenzen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen  und der Behörde für Umwelt und Energie bleiben bestehen. Nach einer intensiven Bestandsaufnahme und der Abstimmung der strategischen Themen wird auf Basis eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs ein Städtebauentwurf entwickelt, auf den dann die förmlichen Planungsverfahren (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan) folgen. Mit der Freimachung der Flächen und der Entwicklung der Infrastruktur kann zum Teil möglicherweise bereits 2019 begonnen werden.
 
 
Weitere Informationen zu diesem Thema und verschiedene Downloads finden Sie unter hamburg.de
 
 
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Dschunke, Stückgutfrachter und Container: Deutsch-Chinesisches Familienfest im Hafenmuseum Hamburg

Dschunke, Stückgutfrachter und Container

Deutsch-Chinesisches Familienfest im Hafenmuseum Hamburg

 

Wie viel China ist in Hamburg? Und welche Rolle spielt der Hafen beim Austausch zwischen den beiden Ländern? Diesen Fragen widmet sich das Hafenmuseum Hamburg am Samstag, dem 16. September 2017 mit einem deutsch-chinesischen Familienfest, das unter der Schirmherrschaft von Senator Frank Horch und dem chinesischen Generalkonsul Congbin Sun stattfindet.

Die heutigen Lebensbedingungen und der Wohlstand in der Stadt Hamburg werden auch durch die vielfältigen Handelsbeziehungen mit China bestimmt. Fast jeder dritte Container, der im Hamburger Hafen umgeschlagen wird, kommt aus China oder startet hier seine Seereise nach Fernost. Die chinesische Einwanderung nach Hamburg ist wiederum von Seeleuten ausgegangen, die sich zuerst in St. Pauli und später auch in anderen Teilen Hamburgs eine neue Existenz aufgebaut haben. Diese besondere Beziehung, die sich nicht zuletzt auch in der Städtepartnerschaft mit Shanghai niederschlägt, soll nun im Hafenmuseum Hamburg mit deutschen und chinesischen Familien gefeiert werden. Ein Höhepunkt im bunten und vielfältigen Programm ist der Nachbau einer Dschunke, der SANTIANO, die am Kai des Museums festmachen wird.
 

WO Hafenmuseum Hamburg
WANN Sonnabend, 16.09.2017 | 10:00 bis 18: Uhr Uhr

Das Programm
11 Uhr Eröffnung des Festes durch Senator Frank Horch, den chinesischen Generalkonsul Congbin Sun, Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg und Ursula Richenberger, Leiterin des Hafenmuseums Hamburg
Musikalische Begleitung: Chor der Bildungsinitiative Eurasien e.V., Hannover, Shanty-Chor der Bramfelde Liedertafel e.V.
Eröffnung der Ausstellung: „Chinesen in St. Pauli“. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem St. Pauli Archiv
Infostände von China-Tours Hamburg und vom Konfuzius-Institut
 

Führungen & künstlerisches Programm
11.30 Uhr Chinesischer Volkstanz, Kindergruppe der Elbe Chinesisch-Schule e.V.
12.00 Uhr Hafen-Shanties mit dem Shanty-Chor der Bramfelder Liedertafel e.V.
12.30 Uhr Führung zur Dschunke: Arbeitsleben an Bord einer Dschunke
13.00 Uhr Kung-Fu-Vorführung, Kindergruppe der Elbe Chinesisch-Schule e.V.
13.30 Uhr Führung auf der Museumsschute: Der Ewerführer als das „Hirn“ des Hamburger Hafens
14.00 Uhr Kinder-Modenschau, Kindergruppe der Elbe Chinesisch-Schule e.V.
14.30 Uhr Musik mit dem Chor der chinesischen Schule Hannover
15.00 Uhr Führung mit einem Hafensenior: Der Güterumschlag im Hamburger Hafen
15.30 Uhr Führung zur Dschunke: Arbeitsleben an Bord einer Dschunke
16.00 Uhr Gesundheits-Qigong Au¬fführung
16.30 Uhr Führung mit einem Hafensenior: Der Güterumschlag im Hamburger Hafen

 
Mitmachangebote für die ganze Familie
10 bis 18 Uhr Màoyì und Hángyùn. Ralley zum Handel und zur Schi¬fffahrt zwischen Hamburg und China für Groß und Klein
10 bis 18 Uhr Affe, Büffel, Tiger. Schminken und Basteln mit Mitarbeiterinnen des deutschchinesischen
Kindergartens

 
Chinesischer Tee für Groß und Klein
11.30 / 12.30 / 13.30 Uhr Workshop mit dem Konfuzius-Institut

 
Ni hao! Chinesisch-Schnupperkurs
14 / 15.30 / 16.30 Uhr Workshop mit dem Konfuzius-Institut

 
Das kleine Hafenpatent
14 bis 18 Uhr Hafenschiffer – Schiffbauer – Schuppenarbeiter – Lotse

 
Guz heng. Chinesische Orchesterinstrumente 
15/16.30 Uhr Workshop mit dem Konfuzius-Institut

 
Open-Ship-Programm
Open Ship auf der Dschunke SANTIANO, mit Kletteraktion!
Open Ship und Dampfvorführung auf dem Schwimmkran SAATSEE und dem SAUGER IV
Open Ship auf dem Stückgutfrachter BLEICHEN

 
Kulinarische Angebote
Foodtruck Reis-Ninja: Asiatische Köstlichkeiten
Rustikale Hafenkost aus der Ka¬ffeeklappe des Hafenmuseums
Chinesisches Bu¬ffet des Restaurants Mr. Wu
Leckere Karto¬ffelpu¬ffer aus norddeutschen Landen
 

Verkehrsanbindung zum Hafenmuseum Hamburg
Mit dem Schi¬ff: Die Barkasse der Maritime Circle Line legt von den Landungsbrücken Brücke 10 ab. Fahrplan und Preise unter www.maritime-circle-line.de
Mit Bus und Bahn: S-Bahn Veddel, Ausgang Nord (Hafen), Durchgang in den Freihafen, Bushaltestelle Veddel West. Bus Linie 256 zur Australiastraße/Hafenmuseum
Mit dem Fahrrad: Fahren Sie mit Ihrem Fahrrad durch den alten Elbtunnel, von dort sind es noch ca. 4 km.

Eine Veranstaltung der SHMH [Stiftung Historische Museen Hamburg].

Weitere Informationen finden Sie auf der Stiftungshomepage oder hier als PDF.

Einladung zur Studienabschlussfeier 2017

Einladung zur Studienabschlussfeier 2017 der Bachelor- und Masterstudiengänge, des Diplomstudiengangs Geographie und des Promotionsstudiengangs

Institut für Geographie | Geographische Gesellschaft in Hamburg

 
Liebe Studierende,
Sie erwerben im Jahr 2017 aller Vorraussicht nach Ihren Studienabschluss oder haben ihn bereits erworben. Wir möchten das feierlich begehen und laden Sie zu einer Studienabschlussfeier am Donnerstag, 13.07.2017 ein. Die Feier beginnt um 18 Uhr s.t. im Seminarraum 740 im Geomatikum.

Bitte antworten Sie auf diese Mail (Rückanwort an Sigrid Meiners im Institut für Geographie) unter Angabe der Anzahl der Begleitpersonen (max. 2) und Ihres angemeldeten Abschlussarbeitsthemas bis zum 06. Juli.

Im Anschluss gibt es einen Sektumtrunk im Raum 740, der dann mit dem Besuch der Semesterabschlussfeier im Wurzelwerk (5 Minuten Fußweg) ausklingen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Sigrid Meiners, Studiengangskoordinatorin Geographie

 


Einladung

Wir möchten Ihren Studienabschluss in einem feierlichen Rahmen begehen. Im Rahmen
dieser Veranstaltung soll auch ein Alumni-Netzwerk gepflegt werden, das eine stärkere
Vernetzung und eine über das Studium hinausgehende Verbindung an das Institut für
Geographie und an die Geographische Gesellschaft ermöglichen soll.

Im Anschluss an die Feier laden wir zu einem Sektempfang ein und freuen uns auf Ihr
Kommen. Später findet im Wurzelwerk der Studierendengruppe Geographie (5 Minuten
Fußweg) das Semesterabschlussfest statt, zu dem alle Teilnehmenden herzlich eingeladen
sind.

Bitte teilen Sie uns bis zum 06. Juli 2017 mit, ob Sie mit ein oder zwei Begleitpersonen teilnehmen möchten und antworten Sie dazu auf die Einladungsmail. Bitte schreiben Sie auch den Titel Ihrer Abschlussarbeit in die Antwortmail. Falls Sie die Abschlussdokumente schon erhalten haben, bringen Sie bitte eine Kopie Ihres Zeugnisses mit, damit wir Ihnen noch einmal gratulieren können.

gez. Prof. Dr. Christof Parnreiter
(Geschäftsführender Direktor)

gez. Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge
(Vorsitzender der Geographischen Gesellschaft)


WO Seminarraum 740 | 7. Stock Geomatikum | Bundesstr. 55, 20146 Hamburg
WANN Donnerstag, den 13. Juli 2017 | 18.00 Uhr s.t.

Neue Stadt auf historischem Grund der Harburger Binnenhafen

Neue Stadt auf historischem Grund der Harburger Binnenhafen

Führung durch den Harburger Binnenhafen mit Birgit Caumanns

 

Im Harburger Binnenhafen hat sich in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung vollzogen. Die Harburger Schlossinsel mit dem Harburger Schloss, die Keimzelle Harburgs, die noch im 19.Jh. als Festung genutzt wurde, war lange Zeit wenig bekannt. Abgekoppelt von der Harburger Innenstadt durch die Bahntrasse und die B73 entwickelte sie sich zum Indust-riestandort. Heute wird daraus ein schicker Wohnstandort mit Marina vor der Tür, einem neuen Park, der von dem Landschaftsplaner Guido Hager aus Zürich geplant und 2012 fertiggestellt wurde. Trotzdem ist das Hafenflair geblieben. Auch in anderen Bereichen des Binnenhafens hat sich viel verändert. Wir möchten Sie einladen zu einer Tour mit Birgit Caumanns, die als Stadtplanerin und Aktive in der Geschichtswerkstatt die Entwicklung des Binnenhafens von Anfang an begleitet hat und uns sicher viel Interessantes berichten kann.

WO Treffpunkt: Kanalplatz 6
WANN Sonnabend, 17.06.2017 | 14:00 Uhr (ca. 2 Std.)

Anschließend besteht die Möglichkeit in der Fischhalle, Café/Bistro, Kanalplatz 16, den Tag noch gemeinsam abzuschließen.
Der Treffpunkt ist von der S-Bahnhaltestelle Harburg Rathaus über die Neue Straße, Unterführung und Harburger Schloßstraße gut zu erreichen.

Eine Veranstaltung der DGGL [Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V.].

Weitere Informationen finden Sie hier und als PDF.

Kartografie und Kulturwissenschaften – zur Visualisierung des Raumes

Kartografie und Kulturwissenschaften – zur Visualisierung des Raumes

Ein Vortrag von Prof. Dr. Norbert Fischer, Hamburg

 
Landkarten repräsentieren die visualisierte räumliche Wahrnehmung bestimmter Gegenden. Diese Wahrnehmung ist nicht neutral, sondern unterliegt unterschiedlichen Interessen und deren historischen Wandel. Diese Interessen können politisch oder militärisch motiviert sein, aber auch Fragen der der wirtschaftlichen Nutzung oder der Infrastruktur spielen häufig eine Rolle. Mit ihren symbolischen Elementen spiegeln Karten nicht zuletzt – und dies steht im Mittelpunkt des Vortrags – kulturelle und mentalitätsgeschichtliche Perspektiven. Die kartografische Darstellung von Heidelandschaften zeigt bis ins 19. Jahrhundert Räume, die weitgehend ohne feste Grenzziehungen auskommen. Die historische Kartografie der Elbmarschen symbolisiert die überragende Bedeutung der Deiche. Als Moore kolonisiert wurden, entstand bei den Kartografen eine neue Sichtweisen auf diese Landschaften. Sie wurden nun nicht mehr als „wild“ und „archaisch“ dargestellt, sondern als eine durch Entwässerungsgräben und Wegenetz systematisch erschlossene und damit nutzbar gemachte Gegend.

Ein Vortrag im Rahmen der hgv [Hamburger Gesellschaft für Volkskunde e. V.] von Prof. Dr. Norbert Fischer, Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie.

WO Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie | Universität Hamburg |Edmund-Siemers-Allee 1 (West) |20146 Hamburg
WANN Donnerstag, 29. Juni 2017 | 18.15 Uhr

Billebogen-Atlas – Ermittlungen zu einem urbanen Transformationsraum

Billebogen-Atlas – Ermittlungen zu einem urbanen Transformationsraum

Geschichte und Perspektiven eines Chancenraums


Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung
Freitag, 19.05.2017, 18 Uhr mit einem Grußwort von Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg
Galerie A.TE.M. in der Alten Bananenreiferei Brandshof, Billhorner Röhrendamm 16, 20539 Hamburg

Die Ausstellung ist vom 20. bis 28.05.2017 täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet, Eintritt frei

Finissage
Sonntag, 28.05.2017, 18 Uhr: „Rothenburgsorter Impressionen“
Szenische Collage von Christiane und Uwe Heidler
Live am Klavier: Daniel Stickan
Galerie A.TE.M., Eintritt frei


Ein neues Buch verleiht einem vielen Hamburgern weitgehend unbekannten Stadtraum Gestalt und zeigt sein Potenzial: Der Billebogen-Atlas bietet Einblick in die faszinierende Vielfalt und wechselvolle Entwicklung des Gebiets zwischen Elbbrücken und Billebecken. Bisher wird das Areal am Auftakt der inneren Stadt, wenn man die Elbbrücken von Süden kommend passiert hat, meist nur flüchtig wahrgenommen. Vielen gilt es als bloßer Transitraum in Richtung City, HafenCity oder zum Hamburger Osten. Dass es sich in Wahrheit um einen Stadtraum mit vielen interessanten, äußerst heterogenen Orten handelt, dokumentiert das von der städtischen Billebogen Entwicklungsgesellschaft & Co. KG (BBEG) herausgegebene Buch. Der Billebogen-Atlas zeigt zugleich, dass es sich in zentralen Bereichen um einen „lauten“, von Verkehrsimmissionen stark belasteten Ort handelt, der an die Stadtentwicklung besondere Herausforderungen stellt: Wie bringt man die Interessen von Unternehmen und Bewohnern, Themen der Infrastrukturentwicklung, aber auch der qualitätsvollen Freiraumentwicklung in Einklang? Der Billebogen-Atlas schärft die Wahrnehmung für diese Fragen und zeigt mögliche Antworten auf, ohne einer konkreten Planung vorgreifen zu wollen.

Seit 2015 auf Basis einer professionellen Grundlagenermittlung und im Dialog mit verschiedenen Akteuren im Rahmen einer Begleitgruppe entstanden, bündelt die Publikation auf 112 Seiten erstmals systematisch alle Informationen zum Stadtraum und arbeitet seine Geschichte als Teil des Bezirks Hamburg Mitte und als westlicher Teil von Rothenburgsort seit Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Aber auch die Gegenwart wird auf rund 200 Fotos, Plänen und Karten sowie in Begleittexten anschaulich dargestellt. Die BBEG, eine Tochter der HafenCity Hamburg GmbH, wurde im Rahmen des Programms „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ mit der Entwicklung des Billebogens betraut, der sich über eine Gesamtfläche von etwa 79 Hektar mit überwiegend privaten Grundstücken und großen öffentlichen Verkehrsflächen erstreckt. Die BBEG verfügt über rund 20 Hektar Grundstücksfläche als Ausgangspunkt der Entwicklung.

Gemeinschaftliches Nachdenken über einen besonderen Chancenraum

„Der Billebogen-Atlas liefert eine gemeinschaftliche Wahrnehmungs- und Wissensgrundlage für Diskussion über die Zukunft des Gebiets“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der BBEG, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg. Die umfassende Bestandsaufnahme bilde die unabdingbare Voraussetzung für strategische Planungen, zugleich aber auch eine Dialogebene. „Dies ist umso wichtiger, als die Unterschiedlichkeit der Orte im Billebogen eine große übergreifende Strategie, die jeden Ort gleich behandelt, verbietet. Der Billebogen-Atlas bereitet die Grundlage einer handlungsorientierten ,Bottom up-Planung’, die keinen umfassenden Masterplan verträgt oder gar erfordert. Er ist eine Einladung an alle Bewohner, Beschäftigten und Interessierten, gemeinschaftlich über diesen besonderen Chancenraum in Rothenburgsort weiter nachzudenken“, betont Prof. Bruns-Berentelg.

Urbane Produktion schafft Arbeitsplätze

Vor diesem Hintergrund erlaubt der Billebogen-Atlas eine Annäherung an die verschiedenen Orte und bietet am Ende einen Ausblick auf Schwerpunkte der Transformation. Dazu gehört der Neue Huckepackbahnhof, ein früherer Rangierbahnhof zwischen Billhorner Brückenstraße und Billstraße, als großes zentrales Grundstück. Der 10,8 Hektar umfassende Neue Huckepackbahnhof ist aufgrund seiner starken Lärmbelastung und seiner innenstadtnahen Lage als innovativer, verdichteter Produktionsort prädestiniert. Er hat das Potenzial, in zentraler Lage die Wertschöpfungskette der Stadt zu stärken, ihren Branchenmix zu diversifizieren und die Freie und Hansestadt bei zukunftsweisenden Trends im sich entwickelnden Feld der Urbanen Produktion zu positionieren. Es handelt sich also keineswegs einfach um ein weiteres Gewerbegebiet, sondern um ein neuartiges Konzept der „gestapelten Produktion“, eingebettet in eine besondere Infrastruktur mit Erschließung auf zwei Ebenen. Ein zentrales Ziel ist, eine hohe Zahl von hochwertigen Arbeitsplätzen zu schaffen – im Endausbau ist auf dem Neuen Huckepackbahnhof mit 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätzen zu rechnen. Den Anfang machen die Werkstätten sowie der Kulissen-, Kostüm-, und Maskenfundus der Hamburgischen Staatsoper. Beide werden im Herbst 2017 und Sommer 2018 in zwei Phasen in einen Neubau auf dem Standort übersiedeln.

Bessere Anbindung und Vernetzung für ganz Rothenburgsort

„Für den Erfolg des Neuen Huckepackbahnhofs, wie auch von vielen anderen Teilarealen des Billebogens, ist es entscheidend, die Anbindung und Erschließung deutlich zu verbessern“, ergänzt Prof. Bruns-Berentelg. Besonders die Verknüpfung, insbesondere mit der direkt benachbarten, heranwachsenden HafenCity, solle gestärkt werden. Hierzu wurde für den Neuen Huckepackbahnhof ein neues multiples Erschließungskonzept entwickelt, das die Arbeitsplätze gut erreichbar macht und verträglich in die Umgebung integriert. Ein weiterer Treiber dafür ist die Infrastrukturentwicklung an den Elbbrücken mit der gleichnamigen U- und S-Bahn-Station ab 2018 sowie die geplante Feinerschließung zwischen Rothenburgsort und der HafenCity über zwei Fahrrad- und Fußgängerbrücken. Im Nordosten des Neuen Huckepackbahnhofs erfährt der S-Bahnhof Rothenburgsort voraussichtlich 2019 eine Sanierung, Fußgänger- und Fahrradwege sowie Busverbindungen ergänzen das Netzwerk.

Mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität

An einer der meistbefahrenen Straßen Hamburgs, der Billhorner Brückenstraße, zeichnen sich Perspektiven für eine höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität ab: „Die in den 1960-er Jahren als „Autobahnohren“ angelegten Auffahrten auf die Bundesstraßen B 4 und B 75 lassen sich – unter Erhalt der verkehrlichen Effizienz – mit erheblichem städtebaulichen Gewinn wenigstens zum Teil zurückbauen“, so Prof. Bruns-Berentelg. Der Raum um die Billhorner Brückenstraße könnte so eine neue räumliche Fassung und einen neuen Charakter des Stadteingangs erhalten. In die künftige Bebauung der frei werdenden Flächen ließen sich an den lärmabgewandten Seiten des Autobahnkleeblatts potenziell sogar Wohnungen integrieren. Bestehende Wohnlagen würden an verschiedenen Stellen besser geschützt. Die Entwicklung von Wohnraum spielt aufgrund der hohen Lärmimmissionen im Billebogen insgesamt aber eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund steht das Schaffen von gut erreichbaren, hochwertigen Arbeitsplätzen.
Nicht zuletzt können zusätzliche Grün- und Freizeitqualitäten stärker erschlossen werden. Der Billebogen liegt in einer Flusslandschaft zwischen Elbe und Bille, die bisher an vielen Stellen kaum erfahrbar ist. Frei zugängliche Uferstreifen mit Promenaden, besonders am südlichen Billebecken, und insgesamt ein verbesserter Zugang zum Wasser gehören daher ebenso zu den Schwerpunkten der Transformation wie die Realisierung einer Grünverbindung in Nord-Süd-Richtung, der Alster-Bille-Elbe-Grünzug.

Herausgeber
Jürgen Bruns-Berentelg/ Marcus Menzl/ Hape Schneider/ Henrike Thomsen
112 Seiten mit 200 Abbildungen, gebunden
ISBN: 978-3-00-056430-7

Verfasser (Planwerk und Grundlagenermittlung)
claussen-seggelke stadtplaner
melchior + wittpohl Ingenieurgesellschaft
steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg

Fotografie
Bina Engel, Markus Dorfmüller, Miguel Ferraz

Historische Pläne und Fotos
Sammlung claussen-seggelke, Staatsarchiv, Stadtteilarchiv Hamm

Schutzgebühr
€ 19,60

Erhältlich ab 19.05.2017
im HafenCity Informationszentrum Kesselhaus (Am Sandtorkai 30, 20457 Hamburg) und im
Nachhaltigkeitspavillon Osaka9 (Osakaallee 9, 20457 Hamburg);
vom 19. bis 28.05.2017 auch in der Galerie A.TE.M.