Leitung: Dr. Michael Waibel, Universität Hamburg
Alle Metropolen Deutschlands stehen vor der Herausforderung, einerseits die Mobilitätsbedürfnisse einer wachsenden Stadtbevölkerung zu befriedigen, andererseits Umweltbelastungen zu reduzieren und CO2-Einsparungsziele zu erreichen. In diesem Zusammenhang kann die Entwicklung zu einer Fahrradstadt als nicht-technikdominierter Teilbereich der Verkehrswende eine Schlüsselrolle einnehmen. Die Vorteile einer Fahrradstadt sind offensichtlich: Der innerstädtische Verkehr kann mit dem Rad auf kurzer und mittlerer Distanz kaum schneller abgewickelt werden. Das Rad ist im Vergleich zum Auto ein überaus raumökonomisches Verkehrsmittel. Gerade angesichts der zunehmenden Flächennutzungskonkurrenzen in Städten wie Hamburg, die durch Re-Urbanisierung, damit einhergehender Nachverdichtung sowie noch immer steigenden PKW-Zulassungszahlen gekennzeichnet sind, ist dies ein großer Vorteil. Zudem kann die Aufenthaltsqualität der Innenstädte gestärkt werden, nicht zuletzt durch den Wegfall von Schadstoff- und Geräuschemissionen gegenüber der Autonutzung. Unbestritten sind die positiven Folgen für die Gesundheit. Auch Hamburg hat 2008 offiziell eine Radverkehrsstrategie verabschiedet. Beim Copenhagenize Index landet allerdings Hamburg im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen wie Kopenhagen oder Amsterdam, aber auch im Vergleich zu Berlin oder München auf einem hinteren Platz.
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